Wo Milch und Sahne fliessen
Mit einem gelungenen Ensemble alter und neuer Architektur macht das Spree-Bogen-Centrum auf sich aufmerksam. Ein symbolträchtiges Gelände auf historischem Grund: Hier flossen hundert Jahre lang Milch und Sahne der Molkerei Bolle in Strömen.
Zwischen 1992 und 1999 ist auf diesem Gelände eines der gelungensten und lebendigsten neuen Büro- und Dienstleistungszentren der Hauptstadt entstanden. Die Mischbebauung von neuer und einfühlsamer restaurierter Bausubstanz integriert sich ohne Störung in die traditionelle Blockbebauung der Stadt. Auf dem 44.500 m2 großen Grundstück zwischen Atl-Moabiter Straße und Spree ist eine vermietbare Fläche von fast 124.000 m2 entstanden.
Das Architekturensemble wird dominert von der neun- bis zwölfstöckigen Glas- und Granitfassade des U-förmigen Bürozentrums im Herzen der Anlage. Das Gebäude, das sich mit seinen beiden spektakulären Glastürmen zur Spree hin öffnet, wird flankiert von zwei Neubauten: auf der einen Seite ein siebenstöckiges Büro- und Wohngebäude in doppelbündiger Bauweise mit zwei Innenhöfen. Auf der anderen Seite findet sich drekt am Spreeufer ein siebengeschossiger Hotelneubau mit 225 Betten. Er bildet die Fortsetzung des daran anschließenden ehemaligen Meiereigebäudes der Molkerei Bolle. Die sehr einfühlsam restaurierte denkmalgeschützte Molkerei flankiert mit ihrer dreigeschossigen Ziegelfassade aus der Gründerzeit des gesamten Hofbereich.
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