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Im Juli 1988 gab Frankreichs Präsident François Mitterand den Beschluss bekannt, in Paris die modernste Bibliothek der Welt zu errichten. Aus den 244 Architekten, die Beispiele ihrer Arbeit vorlegen sollten, wurden 20 zur Unterbreitung ihrer Vorschläge aufgefordert und schließlich einer
ausgewählt. Das war Dominique Perrault. Die neue Bibliothek ist deutlich symmetrisch. Aber Perraults Entwurf war auch offen, mit L-förmigen Ecktürmen, die einander gegenüber stehen wie vier aufgeschlagene, aufrecht stehende Bücher.
Man stellt sich am besten einen großen rechteckigen Block vor, bei dem nur die L-förmigen Ecken aufgebaut sind, und der die Struktur scheinbar in sich selbst trägt. Innerhalb dieser ‚aufgeschlagenen Bücher’ befindet sich nicht nur die Bibliothek, sondern auch eine Esplanade. Die Esplanade ist
ein weiträumiger öffentlicher Platz, der von einem Baumgar ten umgeben ist und als ruhiger Treffpunkt und Lesebereich dient, der die in der Bibliothek zusammengetragene Sammlung menschlicher Gedanken und Kreativität widerspiegelt.
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